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Grilltipps - Die Basis für einen gelungenen Grillabend

Alu-Tropfschale

Alu-Tropfschale

Nun da man sich für einen Grill entschieden (sei es nun Holzkohle, Gas oder Elektro) und ihn dazu auch gleich eifrig zu Hause aufgebaut hat, kann man doch eigentlich auch direkt mit der wohl leckersten Art Fleisch und andere Köstlichkeiten zuzubereiten anfangen oder? Halt! Vorher sollte man sich einige Tipps für den perfekten Grillstart holen, damit man nicht nur Freude am grillen sondern auch Freude am essen haben kann.

Das Anzünden - Die erste Hürde

Holzkohle: Für das Anzünden eines Holzkohlegrills braucht man in der Regel 3 Dinge: Holzkohle/Brikett, wahlweise Anzündwürfel / flüssigen Grillanzünder oder zerknülltes Zeitungspapier und zu guter letzt ein Feuerzeug oder auch ein paar Streichhölzer. Einen Holzkohlegrill zündet man am einfachsten so an: Das Zeitungspapier oder die Würfel in das Kohlerost legen und Briketts oder Holzkohle Pyramidenförmig darüber stapeln. Dabei sollte der Anzünder noch gut zu erreichen sein und genügend Luft bekommen, damit er nicht erlischt. Wenn man flüssigen Anzünder benutzt tränkt man die Kohle damit und kann dann Anzünden. (ACHTUNG: Wenn der Grill bei dieser Methode einmal angezündet wurde niemals weiteren Flüssiganzünder nachkippen!!!) Das Anzündmittel und den Brennstoff immer in einem angemessenen Abstand zum Grill aufbewahren. Die Kohle ist Grillfertig, wenn sie mit einem leichten Ascheüberzug versehen ist. Für die direkte Grillmethode verteilt man nun die Kohle gleichmäßig, für die indirekte Methode verteilt man die Kohle am Rand des Grills.

Gas: Das wichtigste was man im Vorhinein zu einem Gasgrill sagen muss: Versuchen sie niemals im leben einen Gasgrill bei Fettbrand mit Wasser zu löschen! Ansonsten ist der Ablauf zum anzünden eines Gasgrills ebenfalls sehr unkompliziert. Zunächst öffnet man den Deckel des Grills. Dann öffnet man das Ventil der Gasflasche und stellt den ersten Regler auf Hoch. Nun muss sich erst einmal das Gas ein wenig im Grill sammeln damit er besser zündet (2-3 Sekunden sollten hierzu ausreichen). Nachdem der Grill nun Zündbereit ist, drückt man ordentlich auf den Zündknopf. Bereits nach dem 2 oder sogar ersten mal drücken sollte der Grill entzündet sein. Nun stellt man die restlichen Gasregler ebenfalls auf Hoch und schließt den Deckel bis der Grill eine ungefähre Temperatur von 300°C erreicht hat. Nun das Grillgut auf dem Grill verteilen und die Gasregler auf die für das essen individuell richtige Einstellung drehen.

Tipp: Die Tropf- und Bodenschalen sehr sauber halten. Das schützt vor extrem gefährlichen Fettbrand sowie vor unliebsamen Besuchern (Ungeziefer). In diesem Sinne auch die Bodenschale nicht mit Alufolie auslegen! Man könnte zwar meinen das halte wenigstens den Grill sauber, doch im Grunde ist es nur eine weitere Gefahrenquelle: Das Fett kann sich sehr leicht in kleinen Rillen sammeln und dadurch herrscht akute Fettbrandgefahr! In diesem Falle alle Brenner ausschalten und das Grillgut an anderer stelle schützen. So sollten die Flammen 1. keinen Schaden anrichten (der Grill ist so gebaut das er hohe Hitze aushalten kann) und 2. relativ schnell erlischen.

Anzündkamin

Anzündkamin

Bei Weber Grills liegen in der Regel handliche und effizient arbeitende Thermometer bei. Diese dienen zum einen zur Bestimmung der perfekten Grilltemperatur und zum anderen dazu, das bestimmen des Garzustandes beim Grillgut einfacher zu machen. Weber liefert meist zu einem Rezept auch die Temperaturangaben die für die Innentemperatur des Grillguts stehen. Wenn das Grillgut also diese Temperaturen erreicht hat, kann man davon ausgehen, dass das Grillgut gar ist.

Beim Elektrogrill stellt sich die Frage der einfachsten Zündtechnik nicht. Einfach den Stecker in die Steckdose, den Grill einschalten und der Grill entwickelt Hitze.

Tipp: Egal welche Art von Grill sie verwenden: verwenden sie zum Wenden des Grillguts keine Gabeln sondern Zangen oder Wender! Durch das einstechen mit der Gabel geht dem Fleisch viel wichtiger Bratensaft verloren!

Die zweite Hürde - Die indirekte oder die direkte Grillmethode

Im voraus sollte man anmerken, dass Weber dazu rät immer mit geschlossenem Deckel zu grillen - egal welche Grillmethode sie verwenden.

Die direkte Grillmethode

Thermometer

Thermometer

Mit der direkten Grillmethode handhabt man es im Grunde ähnlich wie beim Braten. Das Fleisch liegt direkt über der Wärmequelle und wird dort schön braun und bekommt nicht nur schön aussehende Grillmarkierungen, sondern auch ein kräftigeres Aroma. Bei dieser Methode sollte man das Fleisch nur einmal bei der hälfte der Grillzeit wenden.

Bei einem Holzkohle Grill heißt das folgendes: Die Kohle wird unter dem Grillrost gleichmäßig verteilt und das Grillgut wird möglichst in der Mitte des Grillrostes platziert. Jetzt wird der Deckel geschlossen und nur angehoben, wenn man das Fleisch wenden oder herausnehmen möchte.

Bei dem Gasgrill heißt das folgendes: Nachdem der Grill mit allen Brennern auf Volllast auf die richtige Temperatur gebracht wurde, legt man das Grillgut gleichmäßig auf den Grillrost und stellt alle Regler auf die bestimmte Temperatur ein, welche das Grillgut benötigt um optimal zu garen. Natürlich wird auch hier der Deckel geschlossen um ein besseres Grillergebnis zu erzielen.

Die indirekte Grillmethode

Diese Grillmethode ist sogar nur mit einem Deckel möglich. Sie ist ähnlich dem Garen in einem Backofen, mit einem unterschied: Durch das Grillen bekommt das Fleisch ein eindeutig besseres Aroma und ein besseres Aussehen. Bei der indirekten Grillmethode geht es darum, dass Hitze an den Rändern des Grills aufsteigt und durch den Deckel und die Wände in Richtung Fleisch zirkuliert. Besonders praktisch: Das Grillgut muss nicht gewendet werden. Es bekommt überall die gleiche Hitze ab. Die indirekte Grillmethode eignet sich daher besonders für Gut, welches sehr lange braucht um zu Garen oder nicht der direkten Flamme ausgesetzt sein werden darf, wie z.B. der Beelitzer Spargel. Weber gibt hierbei den Tipp, dass man alles was länger als 25 min. braucht mit der indirekten Methode garen sollte.

Beim Holzkohle Grill bedeutet das, dass die Holzkohle mit Holzkohlehaltern am Rand des Grills verteilt wird. zusätzlich wird eine Aluminiumschale oder ähnliches in die Mitte des Holzkohlerostes gelegt um tropfendes Fett aufzufangen. Dies verhindert nicht nur das verbrennen vom Fett, sondern lässt sich nach dem Garen des Hähnchens oder ähnlichem auch prima als Soße verwenden. Das Grillgut wird wie immer in der Mitte des Rostes platziert und danach wird der Deckel geschlossen um diese Methode überhaupt wirksam zu machen.

Beim Gasgrill heißt das, dass nach dem vorheizen des Grills der vorderste und der hinterste Brenner auf Volllast gestellt werden, während die mittleren Brenner (falls es welche gibt) ausgeschaltet werden. Weber gibt beim Gasgrill den Tipp, ganze Hähnchen oder ähnliches auf einem Drehspieß aufzustecken und bei konstanter Temperatur von 180°C zu garen. Bei längerer Garzeit sollte man außerdem ein wenig Wasser in die Aluminiumschalen geben, welches dann das Anbrennen vom Fett verhindert.

Weitere nützliche Tipps

  • Im Grunde gibt es heutzutage keinen Grund mehr Brennspiritus zu benutzen. Das einzige was bei ihm besser ist, ist der Effekt beim Anzünden und der ist auch nicht gerade das, was man ein wunderbares Feuerwerk nennen könnte. Nein - Brennspiritus ist ein Erdöl-Produkt welches (wenn auch in geringen Mengen) chemische Dünste absondert. Die bessere Methode sind in der heutigen Zeit Anzündkamine oder Anzündwürfel. Diese liefern eine bessere Leistung und sind wahrscheinlich auch noch gesünder.
  • Man sollte immer das Fleisch einölen und nicht das Rost! Ein Fehler der wahrscheinlich öfter gemacht wird man es beim hören denkt. Wenn man das Grillgut einölt bekommt es zusätzlichen Geschmack und Saft. Zudem verhindert das Öl unnötiges Anbrennen an den Rost und man hat später weniger Probleme mit dem sauber machen. Wer hingegen den Rost einschmiert bringt sich in potentiell gefährliche Situationen.
  • Einen Grill sollte man, wie auch einen Ofen, vorheizen. Das bereitet den Rost vor um das Fleisch schnell anzubraten. Nachdem also der Grill angezündet ist, einfach den Deckel schließen und warten bis alle Briketts rot glühen. Dann noch ein paar Minuten warten. Der Grill sollte in relativ kurzer Zeit eine Temperatur über 200°C erreichen. (Beim Gasgrill erreicht man diese Temperatur natürlich nicht mit Briketts. Hierzu müssen einfach alle Brenner auf volle Leistung gestellt werden.)
  • Grills brauchen Luft um die nötige Hitze zu erreichen bei welchen man mit dem Anbraten des Grillguts beginnen kann. Man soll zwar aus vielen Verschiedenen Gründen nur mit geschlossenem Deckel grillen, doch sollten dabei alle Lüftungsregler offen stehen. Selbst ein Gasgrill braucht Luft. Diese bekommt er aber meist schon durch eine Öffnung Unterhalb des Grills.
  • Das Fleisch darf für den perfekten Grillgeschmack nicht zu oft gewendet werden! Wenn man das Fleisch zu oft wendet verliert es einen wichtigen Geschmacksträger - den Bratensaft. Außerdem funktioniert die Bräunung des Grillguts nicht so gut. Das heißt auch hier gehen wahrscheinlich hunderte von Geschmacksstoffen verloren. In der Regel sagen Grillprofis: Das Fleisch bei direkter Grillmethode nur einmal wenden. Bei der indirekten Grillmethode, welche nur für großes Grillgut ist, dass mehr als 25 Minuten zum Garen braucht, muss man das Grillgut in der Regel gar nicht wenden, da die Hitze im Grill überall gleich ist.

Zum Schluss noch weitere hilfreiche Tipps zum Surfen.